Grenzwerte überwachen

Die Grenzwertüberwachung ermöglicht es, Grenzwerte zu definieren und E-Mail-Benachrichtigungen an einen oder mehrere E-Mail-Empfänger zu versenden, sobald Grenzwerte über- oder je nach Konfiguration unterschritten werden. Alternativ oder optional zur E-Mail-Benachrichtung können Über-/Unterschreitungen auch automatisch im Ereignisprotokoll archiviert werden. Die Überwachung kann permanent erfolgen oder auf bestimmte Zeiten (z.B. Intervalle, Tage, Monate, Quartale) beschränkt werden.

Bei der Anlage neuer Überwachungsaufgaben muss zunächst der Überwachungstyp "Alarmierung" gewählt werden, um die Einstellungen der Grenzwertüberwachung vornehmen zu können. Abbildung 1 zeigt alle Konfigurationsmöglichkeiten. Alle Indizes bzw. Konfigurationsmöglichkeiten werden unter Abbildung 1 erläutert.

Konfigurationsmaske GrenzwertüberwachungAbbildung 1: Konfigurationsmaske Grenzwertüberwachung

Erläuterung Indizes in Abbildung 1
Nr. Element Erläuterung
1 Schließen Schließt die Konfigurationsmaske
2 Name Textfeld für die Eingabe einer frei wählbaren Bezeichnung der Überwachungsaufgabe
3 Beschreibung Textfeld für die Beschreibung der Überwachungsaufgabe
4 Überwachungsaufgabe Auswahl des Überwachungstyps (hier: Alarmierung)
5 Zu überwachende Kenngröße
Auswahl der zu überwachenden Kenngröße des Zählers
6 Grenzwert
Eingabe des Grenzwertes (nur numersiche Eingaben möglich)
7 Überwachungsgranularität
Angabe des Bezugsintervalls des angegebenen Grenzwertes. Im dargestellten Beispiel (siehe Abbildung 1) wird eine Alarmierung getriggert, wenn der Wasserverbrauch einen Wert von 20l pro Stunde überschreitet. Die angezeigten Optionen orientieren sich am Mess-/Erfassungsintervall der Kenngröße - d.h. bei einem Zähler mit Monatswerten stehen automatisch nur "Monat" oder "Jahr" als Überwachungsintervall zur Auswahl, bei einem Zähler mit 15-Min.-Werten auch 15-Min.-Werte.
 
Die Software unterscheidet zwei Datentypen:
  • Datentyp 1: Volumen (m3), Verbrauch (kWh), Kosten (€), CO2-Emission (t) usw.
  • Datentyp 2: Temperatur (°C), Leistung (kW), Luftfeuchte (%), CO2-Konzentration (ppm) usw.
Die Angabe der Überwachungsgranularität ist nur bei Kenngrößen vom Datentyp 1 erforderlich.
Bei Messwerten vom Datentyp 2 wird automatisch das jeweils zugrundeliegende Messintervall verwendet.
8 Benachrichtigungsintervall
Legt das Intervall der Alarmierung fest und ermöglicht es, mehrere Alarmierungsereignisse in einer Benachrichtigung zusammenzufassen - beispielsweise um die Häufigkeit der Alarmierung zu reduzieren. Wurden beispielsweise als Benachrichtigungsintervall "pro Monat" und als Überwachungsgranularität "Viertelstunde" gewählt, so werden alle Viertelstundenwerte des Monats in einer Alarmierung zusammengefasst, in denen der Grenzwert über-/unterschritten wurde.
9 Benachrichtigung bei

Überscheitung
Eine Alarmierung erfolgt, wenn der angegebene Grenzwert überschritten wird. Die Prüfung erfolgt aller 5 Minuten.

Unterschreitung
Eine Alarmierung erfolgt, wenn der angegebene Grenzwert unterschritten wird.
Die Prüfung erfolgt erst nach Ende des Überwachungsintervalls (siehe Nr. 7).

Umgang mit fehlenden Messwerten Die Prüfung der Grenzwertunterschreitung setzt voraus, dass die Werte des entsprechenden Überwachungsintervalls vollständig importiert sind. Fehlende Werte können innerhalb einer fest definierten Zeitspanne nachgeliefert werden. Die Zeitspanne orientiert sich an der gewählten Überwachungsgranularität (siehe Nr. 7) und beträgt ...
- bei der Überwachung von 15-/60-Min.-Werten und Tageswerten 20 Tage,
- bei der Überwachung von Monatswerten 3 Monate,
- bei der Überwachung von Quartalswerten 1 Jahr und
- bei der Überwachung von Jahreswerten 2 Jahre.
10 Aktiviert Kontrollkästchen für die Aktivierung oder Deaktivierung der Überwachungsaufgabe
11 Gültig von, bis Optionale Angabe eines Zeitfensters, in dem die Überwachungsaufgabe aktiv sein soll.
12 Zeitraum Hier kann festgelegt werden, an welchen (Wochen-)Tagen, Monaten oder Quartalen die Überwachungsaufgabe aktiv sein soll. Die Auswahlmöglichkeit orientiert sich an der gewählten Überwachungsgranularität (siehe Nr. 7).
13 E-Mail-Benachrichtigung aktiv Aktiviert die E-Mail-Benachrichtigung.
14 Adresse Bei Grenzwertüber-/unterschreitungen werden E-Mails an die hier genannte E-Mail-Adresse gesendet.
15 Weitere Empfänger Hinzufügen weiterer E-Mail-Empfänger
16 Betreffzeile Editierbare Betreffzeile für die Benachrichtigungs-E-Mail.
17 Text Textfeld für die Eingabe eines Benachrichtigungstextes, der zusätzlich zum Standardtext angezeigt wird. Der Standardtext beinhaltet eine Zusammenfassung der Überwachungsparamter und der ermittelten Werte, die den Eventfall ausgelöst haben.
18 Alarme protokollieren Aktiviert die Protokollierungsfunktion und erzeugt im Eventfall einen Protokolleintrag.
19 Protokollierungszeitraum

Erzeugt in dem hier gewählten Intervall einen Protokolleintrag, sofern innerhalb des Protokollierungsintervalls ein Eventfall aufgetreten ist.

  • Kalendertag: Fasst alle Alarmierungsevents eines Tages zusammen und erstellt jeweils einen Protolleintrag
  • Kalenderwoche: Fasst alle alle Alarmierungsevents einer Woche zusammen und erstellt jeweils einen Protolleintrag
  • Kalendermonat: Fasst alle alle Alarmierungsevents eines Monats zusammen und erstellt jeweils einen Protolleintrag
  • Kalenderjahr: Fasst alle alle Alarmierungsevents eines Jahres zusammen und erstellt jeweils einen Protolleintrag
20 Speichern Speichert die Überwachungsaufgabe

Versionsnummer
1.4 (2022-03-15)